Der Pflanzenmarkt der Bücherei war wie immer erfolgreich vorübergegangen. Die buchstäbliche Sauerei, die der Unbekannte noch vorher hinterlassen hatte, war jedoch nicht kleiner geworden. Wieder hatte er zum Schweinsbraten gegriffen. Vielmehr zum Bratensaft. Dieser war großzügig auf den Schaufenstern der Bücherei verteilt, war angetrocknet und begann bereits, unangenehm zu riechen.

Ich frage mich, was er immer mit seinem Schweinsbraten hat, sagte die Poesie spöttisch.

Und dieses Mal ist ihm nicht einmal eine Nachricht eingefallen, die er uns hinterlassen konnte, fügte Euphoria hinzu. Er lässt nach!

Sämtliche Büchereimitarbeiterinnen rückten an. Die Damen, noch immer voller Eifer und höchst ermutigt vom gerade so großartig organisierten und gut besuchten Pflanzenmarkt, hatten bereits sämtliches Putzzeug parat. Die Sauerei war ruckzuck beseitigt. Und so richtig geschockt schien keine mehr davon.

Es wird langweilig, Herr Unhold, rief die Poesie, und die Bibliothekarinnen kicherten zustimmend. Lassen Sie sich etwas Besseres einfallen, um uns zu ärgern! Wir jedenfalls haben anderes zu tun, als uns von Ihnen aus der Bahn werfen zu lassen. Zum Beispiel werden wir nun vor allem diese höchst erfolgreiche und florierende Bücherei weiter voranbringen!

Ob besagter Unhold das hören konnte oder nicht, es musste einmal gesagt sein.

Und damit wurde nun beschlossen, schlicht Ruhe zu bewahren und einfach weiterzumachen wie bisher. Den Taten des Störenfrieds sollte so wenig Aufmerksamkeit wie möglich geschenkt werden.

Aber auch dahinter steckte, wie wohl zu ahnen ist, ein weiterer ausgeklügelter Plan, den die Poesie und die Bibliothekarinnen professionell bis ins Detail ausgearbeitet hatten.

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