Heute frühstücken wir auf einem Koffer.

Was ist drin? Frage ich.

Keine Ahnung, sagt die Poesie, die Verschlüsse sind eingerostet, er geht nicht auf. Aber das macht nichts. Ein Koffer ist ein Koffer. Und wenn man einen im Haus hat, sitzt man nie ganz fest. Auch wenn es vielleicht manchmal so aussieht. Denn —

und hier muss die Poesie unterbrechen, denn der Koffer ist so staubig, dass sie sich am aufgewirbelten Staub verschluckt, als sie ihre Kaffeetasse darauf abstellt. Aber auch das Verschlucken macht nichts. Im Gegenteil. Die Poesie krächzt ein letztes Wort für jetzt heraus, das ihre Rede vollkommen abrundet: EIGENTLICH.

Und so frühstücken wir schweigend und zuversichtlich weiter, auf unserem Koffer, mit diesem Wort.

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