Ein Schwert hängt über unserem Tisch. Es hängt nur am Haar eines Pferdes. Damokles hat das Weite gesucht, es wurde ihm zu heikel. Die Poesie und ich, wir harren aus und schlürfen Kaffee.

Ich weiß nicht, wie lange ich es noch aushalte, unter diesem Schwert zu sitzen, sage ich.

Ich auch nicht, sagt die Poeise, aber voreilig flüchten war noch nie meine Lösung. Und wenigstens sind wir Damokles, das alte Großmaul, los.

Es stimmt. Seit Damokles weg ist, schwingt zumindest niemand mehr protzige Reden. Wir sitzen hier ganz ohne Prahlerei, schlürfen schwarzen Kaffee und die Poesie versucht, die Zeit, bis das Pferdehaar reißt, mit einfachen Worten zu füllen. Zum Beispiel: November. Mittwoch. Hochnebel. Vogelgezwitscher. Gleichwohl. Nichtsdestotrotz.

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