Die Poesie fährt Rolltreppe auf der Frankfurter Buchmesse. Sie fährt hinauf und wieder hinunter. Hinauf und wieder hinunter. Ich reiche ihr Kaffee auf die Rolltreppe. Sie fährt weiter. Hinauf und hinunter. Zwischen ungezählten anderen Besucherinnen und Besuchern fällt sie nur dadurch auf, dass sie die Rolltreppe nicht verlässt. Als ein Journalist sie um ein Interview bittet, sagt die Poesie: Ich habe keine Zeit, ich muss weiter.

Sie lächelt, winkt und fährt weiter. Hinauf, hinunter. Bis die Rolltreppen am Abend gestoppt werden und es still wird in den Messehallen. Da setzt die Poesie sich auf die unterste Stufe und sagt: Puh, geschafft.

(Hätte die Poesie die Wahl, würde sie den Tag heute nicht auf den Rolltreppen der Frankfurter Buchmesse verbringen, sondern in der Bücherei Kirchstetten. Heute geöffnet von 15 bis 19 Uhr.)

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