Neumond, fragt die Poesie, ist das nicht der Anlass, sich die Nägel wachsen zu lassen (die Poesie spricht von Nägeln aus Metall, und tatsächlich, die ersten Metallspitzen sprießen ihr aus den Händen), die Pantoffeln aus dem Fenster zu werfen, auf Zündhölzern zu reiten, mit Grundsteinen zu jonglieren, ein paar Schräubchen zu lockern, damit ein paar Maschinerien ausfallen, und anschließend zum Ganges zu reisen, um ein wenig Wasser zu holen, mit dem man dann die Brennnesseln gießt, die man bei Vollmond gepflanzt und sich neben das Bett gestellt hat, um vor schlechten Träumen geschützt zu sein?

Ich weiß es nicht, aber wir fangen mal an. Zum Ganges werden wir es heute nur eher nicht mehr schaffen. Aber das macht nichts, unseren Brennnesseln geht es gut.

(Zu Neumond sollte man auch unbedingt eine Bücherei aufsuchen: Bücherei Kirchstetten, heute geöffnet von 10 bis 12 Uhr. Dort gibt es Ratgeber zur Nagelpflege und zum Anfertigen neuer Pantoffeln zu borgen. Außerdem gibt es Zündhölzer, Grundsteine und Schraubenzieher in diversen Ausführungen. Ganges-Wasser kann dort auf Wunsch mit Spezialzutaten zubereitet werden. Muss aber nicht. Die Brennnesseln gedeihen ja auch ohne.)

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