Die Poesie hat ihre Taucherbrille aufgesetzt. Manchmal beginnt der Tag wie unter Wasser. Und trotzdem müssen wir was sehen können.

Bleiben wir unten, sagt die Poesie und streift sich Taucherflossen über. Tauchen wir eben morgen erst wieder auf.

Ich schütte ihr noch etwas Kaffee durch den Schnorchel in den Mund, dann lasse ich sie davongleiten. Hinunter. Sie bewegt sich ganz langsam, taucht immer tiefer. Unter unserem Küchentisch wachsen Algen, Korallen und seltene Unterwassergewächse. Die Poesie verschwindet darin. Ich halte mich lieber an der Oberfläche auf. Die Poesie wird mir morgen berichten, was sie in den Untiefen gesehen hat. Darauf bin ich schon gespannt.

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