Die Buhlschaft sitzt an unserem Tisch und schüttet Tasse um Tasse, die wir ihr hinstellen, hastig in sich hinein.

Keine zehn Pferde bringen mich nach Salzburg zurück, sagt die Buhlschaft und reißt sich das extravagante Kleid vom Leib.

Die Poesie probiert das Kleid an und sagt: Das ist ja fürchterlich unbequem.

Wenn es nur das wäre, sagt die Buhlschaft. Aber dazu kommt, dass ich tatsächlich Buhlschaft heiße und dass im Grunde doch klar ist, dass Jedermann ein verwöhnter Fratz ist, der überhaupt nichts verstanden hat, nicht einmal zum Schluss.

Wir werden uns einen neuen Namen für dich ausdenken, sagt die Poesie. Und bis dahin bleibst du hier.

Wir hängen der Buhlschaft eine Hängematte ins Wohnzimmer. Und beginnen eine Liste mit neuen Namen zu schreiben. Bis jetzt steht Autarkie ganz oben auf der Liste. Aus dem Kleid näht die Poesie ein Segel, in das der Wind bläst und uns, falls die Rufe von dort zu laut werden, weiter fortträgt von Salzburg.

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