Lissabon haben wir hinter uns gelassen. Heute fahren wir Straßenbahn in Wuppertal, obwohl uns von dort keine Postkarte erreicht hat. Niemand reist nach Wuppertal um Postkarten zu verschicken. Und wir fahren dort nicht Straßenbahn, sondern schweben. Und das geht tatsächlich nur in Wuppertal. Oder in unserer Küche, aber nur, wenn die Poesie in Schwebelaune ist. Manchmal ist ihr das nämlich zu leicht.

Heute nicht, sagt die Poesie. Heute brauchen wir Wuppertaler Leichtigkeit und sehr viel Kaffee, um nicht zu verzweifeln.

Dann schreiben wir eine Postkarte an jemanden, den wir lieben. Auf der Vorderseite der Karte ist kein Foto. Da sind nur die unsichtbaren Spuren von zwei Schwebefliegen. Hinten unterschreibt die Poesie mit einem Kaffeefleck. Auch schwebend kann etwas überschwappen. Ohne Flecken wäre es gelogen. Das Schweben, Wuppertal, Lissabon und die Leichtigkeit.

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