Eine Baustellenampel steht zwischen mir und der Poesie. Sie zeigt Rot. Die Poesie stemmt mit schwerem Gerät ein Loch in der Luft auf. Die Luft ist eindeutig zu dick. Da müssen Leitungen verlegt werden, durch die frischer Wind brausen und unerhörte Wörter geflüstert werden können. Steinchen fliegen, Funken sprühen, die Poesie ächzt, verschiedenste Maschinen dröhnen. Die Bauarbeiten werden noch bis zum Abend andauern. Aber dann. Wird die Ampel auf Grün springen. Die Poesie wird sich den Schweiß von der Stirn streichen. Wir werden uns die Hände reichen. Werden lauschen. Wieder atmen. Alles neu verstehen.

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