Die Poesie rührt mit einem Ruder im Kaffee. Sie hat es von der Enttäuschung übernommen, jetzt wird sie die Richtung wechseln. Sie rührt kräftig, ich merke schon, wie wir uns drehen. Tisch, Stühle, Wände, alles um uns ändert seine Position. Und wir mit.

Und jetzt vorwärts, ruft die Poesie und rührt noch kräftiger.

Wir gleiten dahin. Gegen die Strömung. Die Poesie keucht, rührt aber weiter. Geschickt steuert sie uns an ein paar Stromschnellen vorbei, Verse vor sich hinflüsternd, keine Gebete. Die Wörter gehen ihr nicht aus. Buchstaben treiben im Wasser, die fische ich auf Vorrat mit einem Netz heraus. Wir haben Wind im Gesicht. Eine gewaltige Bugwelle vor uns. Kielwasser hinter uns. Von der Enttäuschung ist nichts mehr zu sehen. Sie muss an Land gegangen sein.

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