Heute trinken wir Kaffee auf einer Insel. Die Poesie hat sie gebaut. Sie hat ein wenig Sand auf der Tischplatte angehäuft, wir haben uns hineingesetzt und lassen nun unsere Füße baumeln. Unsere Zehenspitzen ragen ins Wasser. Die Poesie lässt Sand durch die Finger rieseln. Auf unserer Insel wachsen unbekannte Pflanzen, sie tragen als Früchte neue Wörter, die wir später pflücken werden. Dann werden wir sie aussprechen lernen. Auf unserer Insel ist es ansonsten äußerst still. Vom Festland her hören wir ein leises Raunen, ein Donnern, ein Gefiepe, ein Schreien und ein Dröhnen. Das Festland ist fern. Heute werden wir nicht mehr hinüberschwimmen.

Ein Gedanke zu “Hundertfünfundsechzigste Tasse

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