Es gibt Schlamm. Das heißt, Sand, frisch vom Badesee geholt, aufgegossen mit Wasser. Statt Kaffee. Ein Vorgeschmack auf den Sommer, sagt die Poesie, und auf vieles mehr.

Die Sandkörnchen knirschen zwischen unseren Zähnen, aber das soll so sein, das nehmen wir in Kauf. Noch einen Schluck Wasser darauf, und runter damit. Auch wir sind nur zwei Getriebe, die hin und wieder ein wenig Sand vertragen können, sagt die Poesie. Sonst werden wir zu schnell. Sonst laufen wir zu glatt. Sonst bleibt nichts hängen.

Ich fische einen winzigen Krebs aus meiner Tasse. Er zwickt mich in die Hand. Es ist kein Traum, ich bin wach. Die Poesie sitzt mir schlammverschmiert gegenüber und grinst. Ich streichle den Krebs. Und werde mir merken, wie es sich anfühlt.

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