Die öffentlichen Bibliotheken des Landes sind seit Wochen geschlossen. Auch die Bücherei bei uns im Ort: seit Wochen zu. Die Poesie und ich, wir besitzen einen Schlüssel, und das ist ein großes Glück. Wohlgemerkt: Wir gehen nicht immer in die Bibliothek, um dort zu lesen. Manchmal gehen wir nur dort hin, um dort zu sein. Weil wir dort manchmal besser Luft bekommen als anderswo. Die Poesie und ich aber sind in jeder Hinsicht die Ausnahme. Was also tun diejenigen, die in jeder Hinsicht keinen Schlüssel zu einer Bibliothek besitzen und also auch nicht ausprobieren können, wie das Luftholen dort ist?

Die Poesie schiebt ihre Tasse weg und beginnt, einen Brief an das Staatsoberhaupt zu verfassen. Vielmehr einen Antrag: Jede/r soll schon zur Geburt einen Schlüssel zu einer Bibliothek erhalten, die möglichst nahe liegt und gut erreichbar ist. Sollte es nicht genügend nahe gelegene und gut erreichbare Bibliotheken geben, so müssen diese errichtet werden.

Natürlich, es gibt sicher Wichtigeres im Moment. Es geht hier aber vor allem um Schlüssel und Luft. Beides dürfte nicht ganz unwichtig sein.

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