Nachdem der Chef von Amazon sich schon während der Lockdown-Wochen in sozialen Netzwerken darüber beschwerte, dass die Bücherei Kirchstetten seinem Konzern mit ihrer kostenlosen, unkommerziellen Hauszustellung unverschämt große Konkurrenz mache, hat er sich vergangene Nacht via Skype persönlich bei der Büchereileitung gemeldet und schien sehr aufgebracht (fuchtelte wild mit den Armen und bohrte sich immer wieder nervös in der Nase, während er sprach…): Seit die Bücherei Kirchstetten wieder geöffnet sei, mache er in Niederösterreich quasi keinen Umsatz mehr, da sämtliche BürgerInnen nur noch auf Ausborgen statt auf Kaufen fixiert seien. Und überhaupt – kein Mensch wolle mehr vor dem Rechner sitzen, wenn er/sie auch in die gemütliche Bücherei gehen könne.

In der Tat: Die Bücherei Kirchstetten konnte in den vergangenen Tagen neue Rekorde bei ihren BesucherInnenzahlen vermelden. Und deshalb wurde beschlossen, dass der Chef von Amazon hier nichts zu melden hat!

Daher: Wer diese Woche in die Bücherei Kirchstetten kommt und sich was ausborgt, anstatt einen Amazon-Kauf zu tätigen (es gibt auch Bastelbücher mit Anleitungen, wie man sämtliche Geschenke kostenlos selbst basteln kann), der/die bekommt ein dickes Bussi. Corona-bedingt natürlich durch die Mund-Nase-Maske und mit angemessenem Abstand, aber jedenfalls trotzdem ein ernst gemeintes, warmes, herrliches, liebestolles BUSSI.

Ist das jetzt schon Bestechung? Oder Kundenfang?

Sollen sich die Gerichte der Welt doch damit befassen. In der Bücherei Kirchstetten wird diese Woche jedenfalls nicht-gewinnorientiert geknutscht.

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