Aus lauter Verzweiflung darüber, dass man nichtmal am Freitagabend raus und auf ein Bier gehen kann, habe ich Abend und Nacht mit Ulysses verbracht. Die letzten Zeilen las ich beim Frühstück. Ich bin jetzt wahrscheinlich der einzige Mensch, der dieses Buch je ganz gelesen hat. Es liegt mir die Vermutung nahe, dass James Joyce das auch während einer Ausgangssperre geschrieben hat. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das dem Ganzen gut getan hat.

Wer auch einen dicken Wälzer für Abende und Nächte fernab der Bierlokale der Welt braucht, wende sich an die Bücherei Kirchstetten. Keine Sorge, den Ulysses gibt es dort nicht! Aber es gibt einige Bücher, die zumindest in etwa halb so dick sind und doppelt so viel Inhalt haben (in Ulysses wird auf ca. 1000 Seiten nur ein einziger Tag beschrieben). Beispielsweise:

Eine Biographie über W.H.Auden, von Humphrey Carpender. 495 Seiten, in denen es unter anderem sogar um Kirchstetten geht!

„Unrast“ von Olga Tokarczuk. 464 Seiten, auf denen vom Reisen erzählt wird. Es dürfte uns allen gerade gut tun, zumindest darüber zu lesen. Wer es vor lauter Handke-Hysterie im letzten Jahr vergessen hat: Frau Tokarczuk hat 2018 den Literaturnobelpreis gewonnen. Wurde nur in Österreich weniger drüber diskutiert als bei Handke…

Beide Bücher können unter

kirchstetten-buecherei@bibliotheken.at

bestellt werden. Sie werden jeweils mit einer Flasche Bier dazu ausgeliefert.

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